CTEK MXS 5.0 Test & Charge
CTEK liefert sich mit TecMate/Optimate ein hartes Rennen, wenn es um das beste Batterieladegerät geht. Mit dem ab Dezember verfügbaren CTEK MXS 5.0 Test & Charge hat CTEK wieder die Nase vorn.
von Markus Golletz (Kommentare: 1)
Wer gerne fernab befestigter Wege parkt, schätzt Unabhängigkeit – auch bei der Stromversorgung. Genau hier setzt das CTEK CS Free an. Viel mehr als nur ein „Batterieladegerät“ kombiniert das CS Free Powerbank, Booster und smartes Wartungsgerät in einem robusten Paket.
Dank integriertem Lithium-Akku (66 Wh) lädt das Gerät deine Zweiradbatterie unabhängig vom Stromnetz. Fein: Auch als Starthilfe funktioniert 'das CS Free und bringt normalerweise zähe Bleibatterien in spätestens 15 Min wieder ans Laufen' – werden wir ausprobieren.
Lob und Kritik
Die Starthilfe soll in Minuten verfügbar sein und für die mobile Ladewartung für die Standzeit in der Garage soll es ebenfalls funktionieren. Einziger Wermutstropfen: Für große Autobatterien reicht die Akkuladung oft nicht, für eine Voll-Ladung (mehrmaliges Zwischenladen nötig). Wer auf Selbstversorgung aus ist und am Zubehör noch feilt (Solarpanel, Adapter und Co.) sind verfügbar. Auch ein „Portable-Charging“-Kit, das den CS Free über die Zigarettenanzünder-Dose ladbar macht, ist Zubehör: Bordspannungssteckdose SAE J563 auf USB-C.
Die Batterieklemmen könnten etwas mehr Spannkraft besitzen, auch ist das Gerät nicht besonders klein. Nach einer Panne bei Lagerung im Auto wissen wir, dass das CS Free nach 3 Monaten Lagerzeit nicht mehr ausreichend Energie aufbringen kann: Die Selbstentladung könnte geringer sein.
Das Gerät ist eines der wenigen am Markt, das auch LiFePo4-Batterien pflegen und starten kann. Die „Adaptive-Boost-Technologie“ macht das klassische Starthilfekabel überflüssig. Das System bietet einen kontrollierten Stromstoß, der auch schwächelnde Motorradbatterien schnell und sicher wiederbelebt, ohne Risiko für empfindliche Bordelektronik.
Praktisch: Das CS Free kann per USB-C-Netzteil, Solarpanel oder externer Servicebatterie geladen werden. Bei der intuitiven Bedienung sind wir uns noch nicht ganz sicher: Es müssen zwar keine Betriebsmodi eingestellt werden, wenn es aber Blinksignale gibt, muss man im Manual nachschauen, aber auch da gibt es wenig Text und viele Bilder. Rotes Blinken kann also neben Verpolung auch zu niedrige Batteriespannung (< 3 V) oder schlechten Kontakt bedeuten.
Auch als Powerbank taugt das CS Free, lädt Smartphone, Tablet oder Laptop über USB-A (12 W) und USB-C (60 W). Wir testen, ob das auch gleichzeitig geht. Das CS Free lädt auch (Nikon-)Kameras und Laptops, die 60 W benötigen, um die Ladung anzunehmen. Umgekehrt kann das CS Free auch vom (fahrenden) Auto, vom Solarpanel, von einer Batterie oder vom 220-V-Netz geladen werden. Wer Wert auf Ordnung im Reisegepäck legt: Mit dem Storage Case (Zubehör) bleibt alles trocken und sortiert.

Ganz klar: für Reisende, die öfter längere Zeit abseits von Infrastruktur unterwegs sind. Die Bandbreite reicht von Motorradbatterien über Boote bis zu Auto (12V Blei-Säure und LiFePO4 werden unterstützt). Die praktischen Features wie der Countdown bis zur Startbereitschaft oder Voll-Ladung sind echte Alltagshelfer. So dient das CS Free auch als vollständiges Lade- und Pflegegerät, auch wenn gerade keine Steckdose zur Hand ist.
Bedienung und Praxis
Klemmen an die Batterie, CS Free anschließen, der Timer zeigt, wann’s reicht zum Sofortstart. Besonders gelungen: Die Verarbeitung ist wetterfest (IP54) und taugt für den Outdoor-Einsatz. In der Praxis mit meiner 10-Ah-Batterie brauchte das Gerät keine 45 Minuten bis zum Erhaltungsmodus – eine Akkuladung reicht für die meisten Motorräder locker und bringt auch schwache Batterien wieder flott.
Know-how und Daten
Mit dem CTEK CS Free lässt sich fast alles zwischen 10 Ah und 130 Ah laden. Das gilt für 12-V-Lithium-Ionen-, AGM- sowie klassische Bleisäureakkus. Wer länger unterwegs ist, kann per USB-C aufladen (Solarpanel als Option – perfektes Touring-Upgrade). Das CS Free ist kompakt (1,4 kg, 248 × 98 × 78 mm), robust und wird nicht zum Klotz im Gepäck.
Im Praxistest wird gelobt, dass das CS Free wirklich unkompliziert funktioniert. Es taugt als Rettungsanker auf abgelegenen Plätzen – und viele Besitzer berichten, dass sie dank Adaptive Boost tatsächlich ohne Fremdstarthilfekabel oder Kniffe wieder wegkamen.
Zu beachten ist:
Die Kapazität des eingebauten Akkus reicht nicht für eine komplette Ladung größerer Fahrzeugbatterien – Starthilfe ja, aber zum Durchladen braucht man Zeit oder muss mehrfach zum Nachladen an die Steckdose.
Das Zubehör für Solar oder zusätzliche Servicebatterien kommt extra. Wer wirklich viele Ladeoptionen möchte, muss tiefer in die Tasche greifen.
Für Autobatterien oder lange Pausen reicht die Power in der Praxis oft nur für den Start, nicht für eine Voll-Ladung – hier treten Limitierungen im Alltag auf (130 Ah).
Das CS Free ist eine gute Lösung für alle, die netzunabhängig und sicher unterwegs sein wollen – egal ob auf zwei oder vier Rädern. Bitte nicht in der Kälte dauerhaft lagern, sonst können die internen Batterien Schaden nehmen (ist uns passiert).
Technische Eckdaten
CTEK liefert sich mit TecMate/Optimate ein hartes Rennen, wenn es um das beste Batterieladegerät geht. Mit dem ab Dezember verfügbaren CTEK MXS 5.0 Test & Charge hat CTEK wieder die Nase vorn.
Kommentare
Kommentar von Markus |
Hier die Rückmeldung zu unserem Problem:
Anscheinend synchronisiert das Batteriemanagementsystem (BMS) im CS FREE und im internen Akku nicht ordnungsgemäß. Dies hat nichts mit der Temperatur zu tun.
Der CS FREE ist mit einem Lithium-Polymer-Akku ausgestattet. Dieser Akku hält am längsten, wenn er direkt nach Gebrauch und nach 2–3 Monaten Nichtbenutzung aufgeladen wird. Unter optimalen Bedingungen kann er bis zu einem Jahr ohne Aufladen halten. Regelmäßiges Aufladen verlängert die Lebensdauer jedoch deutlich. Lagerung in heißen (über +45 °C) oder kalten (unter -20 °C) Umgebungen verringert die Kapazität.
Die Lagerung des CS FREE bei +/-0 °C hat keinen Einfluss auf den Akku. Längere Lagerung ohne Aufladen hingegen schon.
Antwort von Markus Golletz
Vielen Dank dafür und den Service.
Das ist eine wichtige Information. Das Gerät wurde aber höchstens 3 Monate nicht geladen. EA wäre schön, wenn wir Tipps bekommen würden, das BMS wieder zu reparieren.
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