Alpinestars VALPARAISO v3 DRYSTAR
Neue Endurobekleidung von Alpinestars 2020.
von Markus Golletz (Kommentare: 0)
Die Alpinestars WT‑3 Drystar Insulated sind klassische Drei‑Jahreszeiten-Tourenhandschuhe für Pendler und Tourenfahrer, die oft bei Schmuddelwetter unterwegs sind und einen alltagstauglichen Kompromiss aus Wärme, Wetterschutz und Sicherheit suchen. Sie richten sich weniger an Hardcore-Winterfahrer bei Dauerfrost, sondern an alle, die zwischen etwa 5 und 12 Grad noch mit Gefühl am Lenker unterwegs sein wollen.
Die WT‑3 setzen auf einen Materialmix aus Textil und Leder auf der Oberhand, kombiniert mit Lederhandfläche und Verstärkungen, was Abriebschutz und Haltbarkeit deutlich über reinen Textilhandschuh hebt. Der Knöchel ist als geformtes, lederüberzogenes Hartteil ausgeführt, dazu kommen Polsterungen an Fingern und Daumen – das Ganze ist CE-zertifiziert nach Level 1 KP.
Die Stulpe ist mittellang ausgeführt und so konstruiert, dass sie wahlweise über oder unter der Jacke getragen werden kann. Für die Praxis heißt das: genug Länge, um den Ärmel sauber zu überlappen, ohne dass man beim Stadtverkehr das Gefühl von klobigen Winterfäustlingen hat.
Herzstück ist die fest laminierte Drystar-Performance-Membran, die den Handschuh dauerhaft wasserdicht und zugleich relativ atmungsaktiv halten soll. Dazu kommen 80 g Thinsulate-Isolierung auf dem Handrücken, die Nässe abweist und spürbare Zusatzwärme bei Kälte bringt.
In der Praxis zielt die Kombination klar auf kühle bis kalte Tage: Pendelstrecken und Touren im einstelligen Temperaturbereich, ohne gleich in die tiefen Minusgrade zu gehen. Wer viel bei knapp über Null und stundenlang im Regen unterwegs ist, wird eher zu dicken Winter- oder beheizten Handschuhen greifen, während die WT‑3 ihren Sweet Spot bei typischem Herbst- und Frühjahrswetter haben.

Stretchzonen auf der Oberhand und eine relativ schlanke Isolierung sorgen dafür, dass der Handschuh trotz Tourenfokus noch ordentlich Beweglichkeit bietet. Lederhandfläche und Seitenwände bringen nicht nur Schutz, sondern auch ein direktes Griffgefühl, das vielen Fahrern bei voluminösen Winterhandschuhen fehlt.
Praktisch im Alltag: leitfähige Kunstleder-Einsätze an Daumen und Zeigefinger erlauben die Bedienung von Touchscreens, etwa fürs Navi oder das Smartphone an der Ampel. Der Handschuh ist ausdrücklich als „Allwetter-Touringkomfort“ beschrieben, was gut zum Einsatzprofil von Ganzjahrespendlern und Reiseenduro-Fahrern passt.
Die Drystar-Membran ist eine proprietäre, nicht näher chemisch spezifizierte Alpinestars-Lösung, die funktional im Segment der klassischen PU-basierten, mikroporösen oder hydrophilen Membranen einzuordnen ist. Im Vergleich zu Marken wie Gore-Tex ist weniger über die genaue Ökobilanz und eventuelle Fluorchemie bekannt, funktional liefert sie aber den üblichen Mix aus Wasserdichtigkeit und Atmungsaktivität eines Tourenhandschuhs der Mittelklasse. Mehr dazu weiter unten.
Für Ganzjahrespendler und Tourenfahrer, die überwiegend bei 5–12 Grad und wechselhaftem Wetter unterwegs sind und Wert auf einen ausgewogenen Mix aus Wärme, Schutz und Griffgefühl legen.
Für Reiseenduro- und Tourenpiloten, die eine mittellange Stulpe bevorzugen, die sowohl über als auch unter den Ärmel passt und damit auf unterschiedlich geschnittenen Jacken funktioniert.
Für Fahrer, die ein CE-zertifiziertes, wasserfestes Setup mit brauchbarer Isolierung und moderner Ausstattung (Touchscreen-Bedienung) suchen, ohne in voluminöse Tiefwinter-Handschuhe ausweichen zu müssen.
Preis: etwa 150 € einplanen, z. T auch bei Polo erhältlich oder FC Moto
Neue Endurobekleidung von Alpinestars 2020.
Zentral für die Funktionsweise der Kombi ist die Alpinestars Drystar®-Membran in der XF-Ausführung. Sie ist nicht fest laminiert, sondern als flexible, dehnbare und herausnehmbare Einheit konzipiert. Je nach Wetter lässt sie sich über oder unter der äußeren Stretch-Textilschicht tragen und fungiert dann als Wind- und Nässeschutz. Die Wasserdichtigkeit liegt im soliden Mittelfeld, gleichzeitig bleibt die Atmungsaktivität hoch. In der Praxis bewährt sich dieses Konzept vor allem bei wechselhaften Bedingungen: kurze Regenschauer werden zuverlässig abgehalten, bei warmem Wetter sorgen große Belüftungsöffnungen für spürbaren Luftdurchsatz. Für langanhaltenden Starkregen oder sehr kalte Regenetappen ist die Membran jedoch weniger ausgelegt als dauerhaft laminierte Premium-Systeme.
Umwelttechnisch handelt es sich bei Drystar um eine konventionelle Funktionsmembran auf Basis synthetischer Materialien. Von Alpinestars global aös proprietäre, modulare Laminatmembran mit hoher Atmungsaktivität (z. B. bis 15.000 mm Wassersäule) hergestellt. Diese sind langlebig und robust, jedoch energieintensiv in der Herstellung und nur eingeschränkt recycelbar. Eine offizielle Aussage von Alpinestars darüber, ob PFOA/PFOS oder PTFE in der Drystar Membran vorkommen oder nicht gibt es leider nicht. Ebenso gibt es keinen Hinweis auf Bluesign-Zertifizierung. Zwar arbeitet Alpinestars an effizienteren Produktionsprozessen, echte ökologische Innovationsschritte wie vollständig recycelbare Membranen oder konsequent schadstofffreie Beschichtungen stehen bei Drystar jedoch nicht im Fokus. Wie bei den meisten Motorradtextilien gilt daher: Nachhaltigkeit entsteht vor allem durch lange Nutzung, gute Pflege und Weitergabe statt vorzeitigem Ersatz. Drystar ist oft markiert mit „Made with PFAS chemicals“ was zeigt, das es noch eine ältere Generation von Membrane ist. Auch DWR wird auf dem Außenmaterial verwendet.
Alpinestars formuliert in seiner QHSE-Policy klare Ziele für Umwelt- und Klimaschutz: Man betont längere Produktlebensdauer, Reduktion von Materialverbrauch, Förderung von Wiederverwendung und Recycling, Monitoring von gefährlichen Stoffen und den Ausbau erneuerbarer Energien im Unternehmen. Gleichzeitig liegen öffentlich bislang weder detaillierte Emissionsdaten noch konkrete 2030-Reduktionsziele vor, sodass die Nachhaltigkeitsstrategie zwar erkennbar ist, aber noch nicht so transparent und messbar wie bei ausgewiesenen Vorreiter-Brands.
In der Gesamtbetrachtung ist die AMT-8-Kombi eine tourenorientierte Allround-Lösung für Frühjahr bis Herbst. Sie verbindet hohe Bewegungsfreiheit, effektive Belüftung und flexiblen Wetterschutz und eignet sich besonders für aktive Reise- und Adventurefahrer in gemäßigten Klimazonen. Für extreme Kälte oder lange Regenetappen sollte sie durch zusätzliche Wärme- oder Regenschichten ergänzt werden.
Die AMT-8 Stretch Drystar XF Jacke und Hose von Alpinestars sind klar als moderne Adventure- und Reisetourenkombi positioniert. Sie richten sich an Fahrerinnen und Fahrer, die auf wechselnden Strecken und unter variablen Wetterbedingungen unterwegs sind und dabei Wert auf Bewegungsfreiheit, gute Belüftung und einen flexiblen Wetterschutz legen, ohne gleich in den (teuren) Expeditionsbereich zu gehen.
Kern des Systems ist die Drystar XF Membran. Dabei handelt es sich nicht um eine fest laminierte Lösung, sondern um eine flexible, herausnehmbare und vielseitig einsetzbare Membraneinheit. Sie ist wasserdicht, winddicht und atmungsaktiv ausgelegt, wird aber bewusst nicht als starre Schicht im Außenmaterial verarbeitet. Stattdessen lässt sie sich je nach Wetter entweder unter oder über der eigentlichen Jacke und Hose tragen. In der Praxis bedeutet das: Bei kühlem Wetter fungiert die Membran als effektiver Windblocker, bei Regen kann sie schnell als Nässeschutz eingesetzt werden, und bei warmen Bedingungen bleibt die Außenschicht maximal luftdurchlässig. Dieser modulare Ansatz richtet sich klar an Fahrer, die aktiv mit ihrer Ausrüstung arbeiten und bereit sind, unterwegs anzupassen.
Temperaturseitig spielt die Kombi ihre Stärken etwa zwischen 10 und 30 Grad Celsius aus. In diesem Bereich überzeugt sie durch gute Ventilation bei Wärme und ausreichenden Windschutz an kühleren Morgenstunden. Unterhalb von rund zehn Grad fehlt ohne zusätzliche Thermoschichten die Isolation, da die Drystar-Membran primär als Wetter-, nicht als Wärmeschutz dient. Bei sommerlichen Temperaturen funktioniert das Konzept gut, solange Fahrtwind zur Kühlung beiträgt.

Das Außenmaterial der AMT-8 Kombi besteht aus hoch dehnfähigem Stretch-Textil, das sich deutlich von klassischen, steiferen Adventure-Anzügen unterscheidet. Die Jacke und Hose tragen sich eher wie eine sportliche Tourenkombi als wie schwere Reiseausrüstung. Gerade im Stehen auf der Raste, beim Rangieren oder auf kurvigen Passstraßen macht sich die Beweglichkeit positiv bemerkbar. In Kombination mit großflächigen Belüftungsöffnungen entsteht ein sehr luftiges Tragegefühl, das vor allem bei wärmeren Temperaturen punktet.
Temperaturseitig fühlt sich die AMT-8 Kombi am wohlsten im Bereich von etwa zehn bis dreißig Grad Celsius. In diesem Fenster spielt sie ihre Stärken aus: gute Durchlüftung bei Hitze, ausreichender Windschutz bei kühleren Morgenstunden und effektiver Regenschutz bei Schauern oder wechselhaftem Wetter. Unterhalb dieses Bereichs fehlt es ohne zusätzliche Thermoschichten an Isolation, da die Drystar XF Membran primär als Wetterschutz und nicht als Wärmeschicht konzipiert ist. Für echte Kälte, lange Regenetappen bei niedrigen Temperaturen oder winterliche Einsätze ist zusätzliche Unterbekleidung notwendig. Oberhalb von rund dreißig Grad bleibt die Kombi dank der offenen Belüftung vergleichsweise angenehm, setzt aber zwingend Fahrtwind voraus.
In der Gesamteinordnung ist die AMT-8 Stretch Drystar XF kein Ganzjahresanzug und auch keine klassische Heavy-Duty-Expeditionslösung. Sie richtet sich an Reise- und Adventurefahrer, die überwiegend in Europa oder vergleichbaren Klimazonen unterwegs sind, Alpenpässe, Landstraßen und Schotterabschnitte kombinieren und dabei eine sportlich-aktive Passform bevorzugen. Wer maximale Wasserdichtigkeit über Tage hinweg oder absolute Kältereserven sucht, wird eher bei laminierten High-End-Membransystemen fündig. Wer jedoch eine vielseitige, moderne und angenehm zu tragende Tourenkombi sucht, die sich flexibel an Wetter und Strecke anpassen lässt, findet in der AMT-8 Jacke und Hose ein schlüssiges, praxisnahes Konzept.
Die Jacke liegt regelmäßig im Bereich um etwa 494 – 550 €, je nach Händler und Farbe, während die passende Hose bei etwa 380 € liegt.

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