von Markus Golletz (Kommentare: 0)

Asessoires für Hitzestau

Im Test: Therm-a-Rest Vesper Quilt & PackTowl Luxe – Komfort auf der Langstrecke

Das Thermometer zeigt diese Woche gut 30 Grad, Tendenz steigend – und damit stellt sich auf Motorradreisen die klassische Frage: Wie schläft man nachts angenehm, ohne tagsüber halbe Ausrüstung durch die Gegend zu fahren? Und wohin mit dem Handtuch, das nach dem Morgenbad am Campingplatz noch nass ist? Zwei Produkte, die wir derzeit testen, haben genau für diese Sommersituation Antworten parat.

Therm-a-Rest Vesper Quilt – Schlafen ohne Einengung

Wer nachts lieber unter einer Decke liegt als im Kokon zu schwitzen, dürfte mit dem Vesper-Quilt seinen Frieden machen. Die ersten Nächte bestätigen: Der Quilt ist eine echte Alternative für Deckenschläfer, solange die Temperaturen mitspielen – und bei den aktuellen Sommernächten tun sie das. Wer thermisch nachlegen muss, kann den Quilt mit Befestigungsschlaufen direkt an der Isomatte fixieren und so ungewollte Kaltluftzüge von unten verhindern. Wie er sich bei kälteren Etappen schlägt, bleibt abzuwarten.

Den Vesper gibt es in zwei Temperaturvarianten: Der Vesper 32F/0°C hat eine Komfortemperatur von +4°C, der kältere Vesper 20F/-6°C wärmt bis -1°C Komforttemperatur. Für Sommereinsätze dürfte die 32er-Variante in den meisten Fällen reichen. Beim Preis gilt: outdoortrends.de listet den Vesper 32F derzeit ab rund 344 €, regulär 450 €. Bei SportOkay gibt es den Vesper Quilt ebenfalls – dort lohnt ein direkter Vergleich.

PackTowl Luxe – das Komfort-Handtuch mit Kunstfaserflair

Das Luxe gibt es in vier Größen – von Face (25 × 36 cm) über Hand und Body bis hin zur Beach-Variante (91 × 150 cm) – also durchaus als vollwertigen Badehandtuch-Ersatz denkbar. Bei diesen Temperaturen ohnehin naheliegend: der Sprung in den nächsten See nach einer langen Etappe. Der erste Eindruck: angenehm flauschig, spürbar weicher als dünnere Mikrofaser-Konkurrenten. Wer allerdings hofft, das Kunstfaser-Frotteegefühl auf der Haut komplett zu vergessen, wird es nicht ganz vergessen können.

Beim Trocknen hält das Luxe, was es verspricht – allerdings mit Einschränkung: Gegenüber hauchdünnen Mikrofaser-Tüchern ist es merklich langsamer. Wer maximale Trocknungsgeschwindigkeit priorisiert, zahlt dafür mit weniger Hautgefühl. Die eigentliche Frage, die der Test noch beantworten muss: Ist das Luxe der sinnvolle Mittelweg – oder greift man am Ende doch lieber zu einem hautfreundlicheren Naturmaterial?

Eines jedenfalls haben wir bereits gelernt: auf einer frisch gemähten, angetrockneten Wiese ausbreiten – keine gute Idee. Die Halme danken es mit hartnäckiger Präsenz im Flor.

Beim Preis gibt es durchaus Spielraum: outdoortrends.de führt das Luxe Body (64 × 137 cm) ab rund 28 €, die Beach-Variante ab rund 39 €. Bei SportOkay ist das Luxe Body aktuell ab 20 €, das Beach-Handtuch ab 28 € zu haben – ein Preisvergleich lohnt sich also.

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