von Markus Golletz (Kommentare: 0)

Garmin Zumo XT 3 is coming: 6 Zoll & Schräglagenaufzeichnung

Garmon Zumo XT 3 ab sofort erhältlich

Mit dem neuen Garmin zūmo XT3 schärfen die Amerikaner ihr Profil im Motorradsegment weiter nach. Straßentour, Rennstrecke, Adventure – das neue Topmodell soll alles können. Doch wie groß ist der Schritt gegenüber dem Vorgänger Garmin zūmo XT2? Und wo positioniert sich das offroad-orientierte Garmin Tread 2 im Vergleich?

Garmin zūmo XT3 – mehr Daten, mehr Optionen

Der XT3 kommt wahlweise mit 4,7- oder 6-Zoll-Display und bleibt dem bewährten, robusten Gehäusekonzept treu. Ein eingebauter Lautsprecher auf der Rückseite ist nur bei der 6-Zoll-Ausführung vorhanden. Wie schaut es mit der Robustheit aus? Stoßfest nach Militärstandard, wasserdicht nach IPX7 und mit handschuhtauglichem Touchscreen ausgestattet, richtet er sich klar an Ganzjahresfahrer. Neu ist vor allem die stärkere Performance-Ausrichtung: Live-Anzeige von Schräglagenwinkel, G-Kräften und weiteren Fahrdaten direkt während der Fahrt. Ergänzend bietet Garmin ein Performance-Paket mit erweiterten Track- und Beschleunigungsdaten an. Hardwareseitig sollen ein schnellerer Prozessor (wie Tread 2) und ein größerer interner Speicher (64 GB) verbaut sein. Ebenso vermuten wir, dass Garmin wie beim Tread 2, das Outdoor Maps+-Abosystem (ca. 6 €/Monat) benutzt.

Preislich positioniert sich der XT3 oberhalb des XT2. Je nach Displaygröße liegt er im Bereich von rund 500 bis 600 Euro UVP. Damit rückt er näher an spezialisierte High-End-Geräte heran.

XT3 versus XT2 – Evolution mit sportlichem Schwerpunkt

Der XT2 war bereits ein starkes Gesamtpaket: 6-Zoll-HD-Display mit hoher Leuchtkraft, kurvige-Routen-Funktion („Adventurous Routing“), Group-Ride-Features über die Tread-App und solide Konnektivität. In der Praxis überzeugte er vor allem Tourenfahrer und Adventure-Piloten, die Wert auf einfache Planung und gute Ablesbarkeit legten.

Der XT3 setzt technisch darauf auf, verschiebt den Fokus aber spürbar Richtung Performance. Entscheidender Unterschied ist die Live-Telemetrie während der Fahrt. Während der XT2 Fahrdaten hauptsächlich dokumentierte, macht der XT3 sie unmittelbar sichtbar und auswertbar. Für ambitionierte Fahrer oder Trackday-Nutzer ist das ein echtes Argument. Für reine Tourenfahrer bleibt der Mehrwert dagegen überschaubar.

Tread 2 – das Offroad-Spezialwerkzeug

Ganz anders positioniert sich das Tread 2. Es ist weniger ein klassisches Motorrad-Navi, sondern ein Powersport-Gerät für Offroad, ATV, SxS und Adventure-Bikes. Mit umfangreichen Topokarten, Geländedaten und stärkerem Fokus auf unbefestigte Strecken richtet es sich an Fahrer, die regelmäßig abseits asphaltierter Straßen unterwegs sind.

Der interne Speicher ist großzügig dimensioniert, die Halterung unterscheidet sich vom klassischen Zumo-System, und das Routing ist deutlich stärker auf Trails und Offroad-Nutzung ausgelegt. Preislich liegt das Tread 2 tendenziell über dem XT2 und etwa auf oder über XT3-Niveau – je nach Ausstattung.

Einordnung für die Praxis

Wer überwiegend auf der Straße unterwegs ist, lange Touren fährt und Wert auf ein helles, großes Display legt, bekommt mit dem XT2 weiterhin ein sehr solides Gerät. Der XT3 lohnt vermutlich dann, wenn Fahrdatenanalyse, sportliche Ambitionen oder Rennstreckeneinsätze eine Rolle spielen.

Der Tread 2 und auch älterer Zumos bleiben eine gute Wahl für konsequente Offroad-Nutzung. Wer regelmäßig Schotter, Trails oder abgelegene Regionen befährt, profitiert hier von der tieferen Geländeintegration.

Unterm Strich erweitert Garmin mit dem XT3 die Zumo-Reihe sinnvoll nach oben. Revolutionär ist das Update nicht – aber strategisch klug: mehr Performance, mehr Individualisierung, klarere Zielgruppenansprache. Die Frage ist weniger, welches Gerät das beste ist – sondern welches am besten zu deinem Fahrprofil passt.

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