von Markus Golletz (Kommentare: 1)
Impressionen aus Süditalien
Sizilien
Von Palermo aus haben wir unsere Italienreise begonnen, jetzt sind wir schon in Apulien! Wann kommt man hier schon mal hin?
Vor 20 Jahren habe ich ein Buch darüber geschrieben und nun bot sich die Gelegenheit, einige Orte noch einmal auszusuchen!

Es begann mit einem Plattfuß noch im Hafen von Genua. 10 km mit der Ducati haben den Reifen glücklicherweise nichts angetan und in Städten wie Palermo lassen sich solche Pannen tatsächlich für 40 Euro mehr oder minder beim Gommista am Straßenrand erledigen.
Weiter ging's in den Aspromonte und nach Tropea.
Wir denken man kann schon jetzt sagen, dass es eine spannende Reportage wird!
Kommentare
Kommentar von Markus Golletz |
Was die Sache etwas einfacher macht: von unterwegs schnell ein paar News zur Tour.
Wir sind mittlerweile in Fiuggi angekommen und haben Kalabrien, die Basilikata und Apulien hinter uns gelassen. Tagesetappen zwischen 160 und 200 Kilometern sind dabei die Regel.
Der eigentliche Vorteil dieser Fortbewegungsart: Wir entkommen so – zumindest glauben wir das – dem grassierenden Overtourismus. Anstrengend ist es allemal. Mit durchgeschwitztem Hemd erreichen wir kleine Ristoranti, Quellen und Picknickplätze am Wegesrand sowie Orte, die kaum jemand auf dem Schirm hat.
Orte wie Matera oder viele Küstenorte und bekannte Ziele in Apulien sind bereits Ende Mai, Anfang Juni stark frequentiert. Die Folge sind Zonen mit Traffico Limitato (ZTL), die bei Nichtbeachtung teils dreistellige Bußgelder nach sich ziehen können – vollautomatisch, kameraüberwacht, kein Pardon. Einerseits durchaus sinnvoll für Ruhe und Luftqualität, andererseits für reisende Motorradfahrer kaum zu überblicken.
Ein echtes Highlight: bei Nardò der Campingplatz Le Fattizze – mitten im Areal der legendären Teststrecke, die heute zu Porsche gehört. Der Anfang der 1970er Jahre von Fiat erbaute und 1975 eröffnete Ring misst rund 12,6 Kilometer, und mittendrin gibt es einen Campingplatz, der ganz eigene Reize bietet. Von hier aus besuchten wir Gallipoli und fuhren anschließend weiter nach Martina Franca sowie auf den Gargano – wunderschöne Strände, aber preislich hängt dort der Hammer wirklich hoch.
Danach haben wir uns den Tratturi angenommen, den alten Schaftriebs-Routen Süditaliens, und sind über die Majella und die Hochebene von Avezzano bis nach Fiuggi gereist. Mit Spannung erwarten wir nun Campo Imperatore, das Piano Grande, die Rocca di Calascio und weitere Highlights in den Abruzzen.
Einen Kommentar schreiben