von Markus Golletz (Kommentare: 0)

Louis Natrium Ionen-Batterien und Motomike neue JMT Generation

Umweltfreundlich, Auslaufsicher, Schnellladbar

Louis bringt mit der Natrium-Ionen-Batterie (Marke Louis Parts, ab 49,99 €) eine neue Generation Starterbatterien in die Regale. Laut Hersteller: Ladezustand bis 90 % in 12 Minuten, Betriebsbereich von −30 °C bis +60 °C, unempfindlich gegen Tiefentladung, kaum Kapazitätsverlust über viele Zyklen. Laut Louis-Produktseite sollte man ausdrücklich nur Ladegeräte verwenden, die für Li-Ion oder Natrium-Ion vorgesehen sind – normale Blei-Säure-Ladegeräte (mit Desulfatierungs-/Erhaltungsfunktion) sind ungeeignet und können die Zellen schädigen. Die Ladeschlussspannung darf laut den dir vorliegenden JMT-Sicherheitshinweisen 15,0 V nicht überschreiten.

Parallel schickt Großhändler Matthies unter der Marke JMT – Vertrieb u. a. über Motomike – dieselbe Zellchemie ins Rennen: drei Natrium-Modelle (JMTNA5A/7A/9A, 2 bis 3 Ah), bis zu fünffache Zyklenfestigkeit gegenüber Blei-Säure, 12 Monate lagerfähig ohne Leistungsverlust, Regeneration selbst nach Tiefentladung auf 0 Volt.

Neue JMT-Generation: LiFePO4 mit rotem Gehäusedeckel

Matthies hat seine JMT-Lithium-Ionen-Batterien überarbeitet. Erkennungsmerkmal der aktuellen Generation ist der rote Gehäusedeckel. Neu bzw. Standard: ein Lade-Indikator mit drei LEDs (voll/halb/leer per Testknopf), massive Anschlüsse vorn und oben sowie – laut Matthies-Vertrieb (Stand 2022, Interview mit Peter Burmeister) – serienmäßig ein einfaches BMS (Balancer für gleichmäßige Zell-Ladung/-Entladung), das zuvor teils nur gegen Aufpreis verfügbar war.

Technisch bleibt JMT bei LiFePO4 (Lithium-Eisenphosphat): bis zu 1/3 weniger Gewicht als Blei-Säure, 100 % nutzbare Kapazität, geringe Selbstentladung. Baugleich mit den Shido-Batterien bis auf Gehäuse und BMS-Details – Shido gibt allerdings 3 statt 2 Jahre Garantie. Einbaucheck: Ladespannung im Leerlauf bei erhöhter Drehzahl mit Voltmeter an den Batteriepolen messen. Bleibt sie unter 14,6 V, ist die Umrüstung meist unkritisch.

Vertrieb läuft über Matthies-Großhandel (u. a. Motomike als Endkundenshop) sowie diverse Fachhändler.

Natrium-Ionen-Batterie: Pflegehinweise
Vor dem Einbau die Spannung prüfen (unter 12,0 V → laden) und mit einem Multimeter im mA-Bereich sicherstellen, dass im Stillstand kein Ruhestrom fließt. Pole korrekt anschließen, Kurzschlüsse vermeiden, nie mehrere Batterien parallel oder in Reihe schalten.
Geladen wird ausschließlich außerhalb des Fahrzeugs; nach dem Laden 30–60 Minuten ruhen lassen und erst dann die Spannung prüfen (Ziel: über 11,0 V). Bei Überhitzung oder Verformung sofort vom Ladegerät trennen.
Temperaturfenster: Laden 0 °C bis +65 °C, Entladen –40 °C bis +65 °C, Lagerung –20 °C bis +40 °C.
Der Ladezustand sollte nie unter 20 % fallen – alle sechs Monate 10–30 Minuten nachladen, trocken/sauber/belüftet lagern (fern von Feuer, Hitze, Chemikalien) und bei Nichtgebrauch abklemmen, um Tiefentladung zu vermeiden. Gleiches gilt für die Wartung: Pole sauber halten, Spannung regelmäßig kontrollieren, bei längerer Standzeit abklemmen.
Sicherheitshinweise: kein Kontakt mit Feuer, Hitze oder Wasser, Batterie nicht öffnen oder verändern, Ladeschlussspannung max. 15,0 V. Bei Rauchentwicklung sofort in eine feuerfeste Box legen und ins Freie/an einen belüfteten Ort bringen.

Beide Anbieter positionieren Natrium-Ionen als leichtere, sicherere Alternative zu Blei – und stellenweise auch zu Lithium. Ob sich das im Alltag bestätigt, zeigt erst der Praxiseinsatz. Wir werden langfristig beide Typen testen und berichten.

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