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Luxus: Canon EOS 1 DX Mark II

15 Bilder / Sek. im Vollformat

EOS on the Road
EOS 1 DX II on the road

Wie wir zu einer Canon EOS 1 DX Mark II? Sie kostet so viel wie ein kleines Motorrad. Dann muss man noch passende Objektive dazu kaufen. Wir hatten die Gelegenheit eine 6000€ Profi-Cam zu testen. Für wen sie wohl was bringt, außer dem Bundesliga-Fotografen?


--> Zum Test

Die Kamera ist erst seit Mai 2016 im Handel und war das bitter notwendige Update auf die nur 10 Megapixel verarbeitende EOS 1 DX Mark I. Das es nun ‚nur‘ 20 MP geworden sind, verdankt die Kamera ihren Anwendungsgebiet und damit ihrer Performance: 20-MP-Bilder und zwar bis zu 15 in der Sekunde müssen respektive auch im RAW Format als Vollformat verarbeitet und auf ein Speichermedium geschrieben werden. Dabei darf man nicht vergessen, das die EOS-Kameras keine ‚Mirrorless‘ Kameras sind, d.h. das hier definitiv ein mechanischer Spiegel in Kombination mit einem optischen Sucher arbeitet. Um diese Performance überhaupt speichern zu können, wurden die cFast Speicherkarten eingeführt, die zunächst einmal 170 MB pro Sekunde schreiben können.

Unser erster Eindruck der Bildqualität ist gut, sie wurde aber im Vergleich zu anderen Canon Vollformatern zugunsten der schnellen Bildfolgen und größerer Pixel leicht zurückgenommen. Laut Traumflieger-Redaktion löst die Kamera maximal mit 2.976 Linien auf, was geringfügig weniger ist als die EOS 6D. Der Autofokus hingegen ist auf dem Stand der Zeit, ihm wird eine Scharfstellquote von ca. 80% beurkundet.

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Zuerst kurios fanden wir den neuen hochauflösende Screen, der lediglich im Live Modus berührungsempfindlich ist. Alle weiteren Funktionen wir Menüeinstellungen werden mit Jogdial und den Einstellrädern, sowie Tasten durchgeführt. Doch das scheint von Canon durchaus beabsichtigt zu sein. Damit nicht versehentlich Einstellungen vorgenommen werden. Aus Gründen der Robustheit wurde auch auf einen klappbaren Monitor verzichtet: Fußballfotografen brauchen so etwa wohl nicht, auch wenn dieses Feature gerade wegen des Hochformatgriffes die Froschperspektive erlauben würde. Die EOS 1 DX scheint eine Kamera mit wenigen Kompromissen zu sein: Sehr der Sportfotografie angepasst, wasserfest und robust bis dorthinaus. Für Schnappschüsse nur bedingt geeignet, es sei denn man kann seine Presets auch blind bedienen. Dann ist diese Kamera ein Handwerkzeug für den Profi.

  • Zu den mitgetesteten Objektiven nur so viel: das EF 16-35 mm 1:2,8 L II besticht durch seine Lichtstärke und ist ein gutes Reportage-Objektiv für Human Touch-Aufnahmen. Durch den USM Antrieb ist es auch noch sehr schnell und leise, was man bei einem Weitwinkelobjektiv aber auch vernachlässigen kann. Optimal im Blendenbereich zwischen 5,6 und 11.
  • Das EF 70-300mm f/4.5-5.6 DO IS USM liefert ebenfalls gute Ergebnisse, wenn man den AF auf seine Belange justiert. Diese Möglichkeit bieten alle hochwertigen EOS Gehäuse. Dann steht es außer von der Verarbeitung den Canon L Objektiven in nichts nach.

Features des 1 DX MK II Bodys:

  • bis zu 16 Bilder/Sek. bei 20 Megapixel, bietet 4K-Video mit 60p, internes GPS sowie einen Touchscreen (nur im Live-Modus), USB 3.0
  • Slot für CFast 2.0-Karten bzw. USB 3
  • 3,2''- Kameramonitor bietet jetzt eine Auflösung von 1,62 Megapixel bei 900 x 600
  • 61 AF-Felder, von denen 41 als Kreuzsensoren
  • Ein neu entwickelter Ai-Servo III+-Algorithmus soll vor allem sich spontan bewegende Motive besser detektieren.
  • Akku: LP-E19, 2.700mAh


Was man sich wünscht sind tatsächlich ein leichteres Gehäuse, ein analoges Programmrad, Kompatibilität zu einem EOS Remote App und vielleicht doch einen klappbaren Monitor. Auch der Dynamik Verbesserer D+ (Tonwertpriorität zuungunsten vom Rauschverhalten) können etwas mehr konfigurierbar sein. Doch dazu bietet Canon noch weitere Möglichkeiten der Belichtungsoptimierung und Rauschreduzierung an. Die klassischen Nutzer dieser Kamera werden solche Features nicht unbedingt vermissen, der sehr hohe Preis für den Body, ca. 6200€, könnte solche Experimente vereiteln. 

Wer auf das Vollformat verzichten kann, wird sich auch mal die Konkurrenz von Nikon, die Nikon D 500 anschauen müssen. Wir schreiten nun voran im Test und melden uns später noch einmal ausführlich!

Bisherige Eindrücke:

Minus:

Kein klappbarer Screen, kein permanenter Touchscreen. Kein analoges Programmrad, kein WLAN. Lichttaste ungünstig gelegen, langsames Ladegerät: aber wenigstens für 2 Akkus, Body wiegt 1,5 kg, entfesseltes Blitzen nur mit Zusatzgeräten möglich.

Plus:

sehr schnell, hohe Fokussiersicherheit, verbesserte Belichtungsmessung, vielfältige AF Möglichkeiten, spezielle Frofi Features wie verschiedene RAW Formate, die Möglichkeit Einstellungen auf der Speicherkarte zu sichern, LAN, aktuelle Schnittstellen, etc.

weitere Tests:

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