Blacktea Motorcycles vor der Insolvenz
6 Jahre gibt es die überzeugenden Elektromotorräder von Viktor Sommer aus München, nun sieht es schlecht aus.
von Markus Golletz (Kommentare: 0)
Black Tea Motorbikes (BTM) zeigt, was mit den 2026er-Modellen, den 34-kW-Modellen Wildfire und Bonfire ab 2026 möglich wird. Durch das größere Samsung-Akku-Pack mit 6,6 kWh wächst die Reichweite erheblich. Vor allem die überarbeiteten Komponenten an der Wildfire verbessern ihr Fahrwerk und sollen zu mehr Fahrsicherheit beitragen. Ab Mitte 2026 sind beide Modelle anstatt mit CBS auch mit ABS lieferbar. Doch leider wird daraus jetzt nichts: Black Tea ruscht im Sommer 2026 in die vorläufige Insolvenz!
6 Jahre gibt es die überzeugenden Elektromotorräder von Viktor Sommer aus München, nun sieht es schlecht aus.
Das Batterie-Update bedeutet für den Scrambler Wildfire 2026 10 % mehr Reichweite und vor allem bis zu 50 % schnellere Ladezeiten. Typ-2-Schnellladung ist endlich ohne weiteres Zubehör möglich. Am Fahrwerk wurde eine neue Aluminium-Schwinge aus 7075-T6 verbaut und der Gabelrohrdurchmesser wurde auf das USD-Modell mit 37 mm erweitert. Das dürfte dem veralteten Konzept deutlich zugutekommen. Erstmals wird eine ABS-Variante verfügbar sein: Zunächst kommt die CBS-Version, ab Mitte 2026 dann das ABS.
Auch die Bonfire, die wir schon getestet haben, profitiert vom neuen Akku ab März 2026 – hier sind es sogar 25 % mehr Reichweite und 10 % mehr Spitzenleistung. Ferner baut Viktor Sommer noch zwei modulare Optionen ein: Einen „Charge Tank“ (Onboard-Ladelösung, heute 2 kW, später erweiterbar auf 4 kW) und einen „Storage Tank“ – ein verstecktes 10-Liter-Staufach fürs tägliche Fahren. Schuko-Laden zu Hause in der Garage geht weiterhin. Der (schwere) Akku kann auch herausgehoben werden.
Die beiden B196-Führerschein geeigneten Modelle erhalten ein Apple Carplay & Android Auto fähiges Dashboard und können 'Keyless' über NFC oder Smartphone gestartet werden. Das Fahrwerk (Zugstufendämpfung) ist ohne Werkszeug einstellbar.
Wir sind sehr gespannt auf die Wildfire und der Test, der ursprünglich für das Frühjahr 2026 geplant war, verschob sich zunächst auf September und fällt nun wegen Insolvenz vorerst ganz aus, Schade!
Alle Änderungen im Detail:
Neuer 6,6-kWh-Akku – rund 10 % mehr Reichweite, etwa 50–130 km je Akku.
Bis zu zwei Akkus möglich; damit bleiben 17 kW Peak mit einem bzw. 34 kW mit zwei Akkus.
Schnelleres Laden: je nach Ladegerät bis 9 kW, 20–80 % im günstigsten Fall etwa 50 Minuten.
Neue, stabilere Gabelbrücke und stärkere USD-Gabel mit 37 statt 33 mm Standrohren.
Vorderradachse jetzt 15 mm statt zuvor kleiner dimensioniert.
Neue CNC-gefräste Aluminiumschwinge für mehr Steifigkeit.
Verbesserte Kühlung: zusätzliche Kühlrippen und Öffnungen im Rahmen, damit die höhere Leistung thermisch besser verkraftet wird.
Neue Enduro-Maske und überarbeitete Optik.
CBS zunächst, ABS später: 2026 soll die Wildfire zunächst mit CBS kommen, eine ABS-Version folgt.
Die Dauerleistung bleibt bei 11 kW, damit sie weiterhin in die A1-/B196-Klasse passt.
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