SWM Gran Milano 440
Die SWM Gran Milano 440 ist ein 32 PS Bike im Vintage Look.
von Markus Golletz (Kommentare: 0)
Die aktuelle Ténéré 700 bringt es auf 689 cm³, 73,4 PS und 68 Nm. Für 2026 gibt es sie unter anderem als Ténéré 700, World Raid und Rally. (Yamaha Motor Europe)
Yamaha Ténéré 900: Größere Reiseenduro vor der Premiere?
Yamaha könnte die Ténéré-Familie zur EICMA 2026 deutlich nach oben erweitern. Seit Monaten wird über eine größere Ténéré spekuliert, die oberhalb der erfolgreichen Ténéré 700 angesiedelt sein soll. Im Gespräch ist eine Ténéré 900; über deren genauen Hubraum noch spekuliert wird. Offizielle technische Daten gibt es bislang nicht.
Damit würde Yamaha die Lücke zwischen der Ténéré 700 und den hubraumstärkeren Reiseenduros der Konkurrenz schließen. Besonders interessant ist dabei die Frage nach dem Motor: Yamaha verfügt mit dem 890 cm³ großen CP3-Dreizylinder über ein passendes Triebwerk, das unter anderem in der R9 eingesetzt wird. Dort leistet der Motor 119 PS und 93 Nm. Ob dieser Motor – möglicherweise angepasst für den Adventure-Einsatz – tatsächlich in einer neuen Ténéré zum Einsatz kommt, ist derzeit allerdings nicht bestätigt.
Von der XT 600 Z zur Ténéré 700
Die Ténéré hat bei Yamaha eine lange Tradition. Der Name geht auf die Rallye-Motorräder zurück, mit denen Yamaha in den 1980er-Jahren bei der Paris-Dakar antrat. Die frühen Ténéré-Modelle verbanden einen vergleichsweise großen Tank mit langem Federweg und einem für Fernreisen geeigneten Einzylindermotor.
Nach verschiedenen größeren und kleineren Ténéré-Generationen setzte Yamaha 2019 mit der Ténéré 700 einen neuen Schwerpunkt. Statt eines großen und schweren Adventure-Bikes entstand eine vergleichsweise leichte Reiseenduro mit dem 689 cm³ großen CP2-Zweizylinder. Der Motor leistet heute 73,4 PS bei 9.000/min und 68 Nm bei 6.500/min.
Das Konzept erwies sich als erfolgreich: Die Ténéré 700 kombiniert 21-Zoll-Vorderrad und 18-Zoll-Hinterrad mit einem vergleichsweise einfachen, geländetauglichen Fahrwerk. Damit positionierte Yamaha sie bewusst anders als schwere Reiseenduros mit umfangreicher Elektronik.
Inzwischen ist aus dem ursprünglichen Modell eine kleine Modellfamilie geworden. Die Ténéré 700 World Raid richtet sich mit größerem Tank und Langstrecken-Ausstattung stärker an Fernreisende. Für 2026 verfügt sie weiterhin über den 689-cm³-CP2 mit 73,4 PS und 68 Nm.
Noch konsequenter auf Gelände und Rallye-Einsatz zielt die Ténéré 700 Rally. Sie besitzt unter anderem ein voll einstellbares KYB-Fahrwerk, 255 Millimeter Bodenfreiheit, eine Rallye-Sitzbank und einen 6,3-Zoll-TFT-Bildschirm. Auch hier arbeitet der 689-cm³-Zweizylinder.
Auf der EICMA 2026 wird der nächste Schritt folgen
Mit einer größeren Ténéré würde Yamaha das erfolgreiche Konzept auf eine höhere Leistungsklasse übertragen. Mehr Hubraum und Leistung könnten vor allem auf langen Etappen, bei hoher Beladung und auf der Autobahn Vorteile bringen. Gleichzeitig dürfte die große Ténéré weiterhin deutlich geländetauglicher ausfallen als viele schwere Reiseenduros.
Noch offen sind die entscheidenden Fragen: Wie viel Hubraum bekommt die neue Ténéré tatsächlich? Der Dreizylinder gilt als sicher. Wie hoch wird das Gewicht? Und bleibt das Motorrad dem vergleichsweise puristischen Konzept der Ténéré 700 treu oder nähert es sich elektronisch und technisch stärker den großen Adventure-Bikes an?
Die Antworten könnte Yamaha auf der EICMA 2026 in Mailand liefern. Bis dahin bleibt die Ténéré 900 eine der interessanteren Neuheiten für die kommende Reiseenduro-Saison.
Die SWM Gran Milano 440 ist ein 32 PS Bike im Vintage Look.

Mit der Versante 550 bringt SWM 2026 eine neue Reiseenduro in der beliebten Mittelklasse. Der 494 cm³ große, flüssigkeitsgekühlte Zweizylinder leistet 35 kW (48 PS) bei 8.500/min und entwickelt 45 Nm bei 7.000/min. Damit bleibt die Versante im A2-Rahmen.
19 Liter Tankinhalt, 19-Zoll-Vorderrad und 17-Zoll-Hinterrad sowie ein einstellbares KYB-Fahrwerk machen die 2,30 Meter lange Maschine vor allem für lange Touren interessant. Das Gewicht liegt bei knapp 210 Kilogramm trocken, die Sitzhöhe bei 810 Millimetern. Das sind die Gewichte, die man für dieses Geld, Made in China, erwarten kann.
Zur Ausstattung gehören unter anderem TFT-Display mit Smartphone-Navigation per Spiegelung, Bluetooth, USB, Reifendruckkontrolle, Dashcam, Traktionskontrolle und abschaltbares ABS. Die Höchstgeschwindigkeit soll bei über 160 km/h liegen.
Der Preis macht die Versante besonders interessant: SWM ruft für die 2026er Versante aktuell 5.590 Euro auf. Damit positioniert sich die neue Reiseenduro deutlich unter vielen etablierten Konkurrenten.
Infos: SWM
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